Mit dem Kauf eines Elektroautos kommen von Anfang an viele Fragen auf:

  • Wo kann ich mein Auto laden?
  • Welches Ladegerät passt am besten für mein Auto?
  • Was ist das Beste für die Sicherheit meiner Daten und den Stromverbrauch?

Auf diese und viele andere Fragen finden sich mit einer Google-Suche leicht Antworten. Allerdings gibt es noch einige Punkte, die leicht übersehen werden können, z.B. die EU-Standardisierung für Mode 3 und Typ 2. Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen 1- und 3-phasigen Anschlüssen? Die folgende kurze Übersicht zu wichtigen technischen Details klärt Fragen rund um die Ladestation für dein E-Fahrzeug.

Mode 3 und Typ 2: EU Standard

Bringen Dich Begriffe wie 1-phasig, 3-phasig, Typ und Mode 3 durcheinander? Kein Grund zur Verzweiflung – hier fassen wir zusammen, was Du wissen musst, wenn Du dein Elektroauto zu Hause laden willst.

Mode 3 ist die Bezeichnung für eine fest installierte Ladestation, bei der Sicherheitsfunktionen, Steuerung und weitere intelligente Lösungen in der Ladebox untergebracht sind. Auch unsere Easee Laderoboter entsprechen diesem Standard.

Typ 2 ist in Europa der Standardstecker für das normale Laden von Elektroautos. Dieser Stecker unterstützt sowohl 1-phasiges als auch 3-phasiges Laden und wird in allen Mode-3-Ladestationen verwendet.

Laut einem EU-Beschluss müssen alle öffentlich zugänglichen Ladestationen Mode-3-Laden mit Typ 2-Stecker anbieten.

Lies hier mehr über den Laderoboter von Easee

Bei Typ 1 handelt es sich um eine einfachere Variante, die in Europa zunehmend seltener verwendet wird. Diese unterstützt nur 1-phasiges Laden. 

Achte darauf, das richtige Ladekabel für Dein Auto zu wählen.

Der Aufbau eines Typ-2-Steckers ist immer gleich, jedoch ist das eigentliche Kabel in unterschiedlichen Varianten auf dem Markt. Die Unterschiede bestehen unter anderem in der Anzahl der Leiter und in der Stromstärke, die durch diese übertragen werden kann. Außerdem gibt es Fahrzeuge, die mit einem Typ-1-Stecker ausgerüstet sind. In diesem Fall benötigst Du ein Kabel mit einem Stecker des Typs 1 am einen und des Typs 2 am anderen Ende.

Der Typ-2-Stecker ist die europäische Standardlösung für normales Laden an einer Wechselstrom-Ladestation. 

Mode 2 – für die Notladung

Bei der Mode-2-Ausführung ist die Steuereinheit am eigentlichen Ladekabel angebracht, das wiederum in eine normale Steckdose gesteckt wird. Diese Variante sollte allerdings nur als sporadische Backup-Lösung, zum Beispiel für die Notladung, verwendet werden. Regelmäßiges Mode-2-Laden an einem festen Abstellplatz unterliegt strengen Regeln und erfordert in den meisten Fällen eine Modernisierung der Elektroinstallation.

Was sind 1-phasige und 3-phasige Anschlüsse?

Einfach gesagt haben 1-phasige Installationen einen stromführenden Leiter, der in den Sicherungskasten führt. 3-phasige Installationen hingegen verfügen über drei Leiter. In der Praxis bedeutet das, dass bei einem 3-phasigen Anschluss im Vergleich zu einem 1-phasigen Anschluss eine deutlich höhere Stromstärke genutzt werden kann. 

Der vielleicht wichtigste Vorteil einer 3-phasigen Installation besteht aber darin, dass man den für das Laden genutzten Strom auf mehrere Phasen verteilt. Anstatt sowohl das Leitungsnetz als auch die Hauptsicherung maximaler Belastung auszusetzen, können auf diese Weise mehrere Phasen dieselbe Stromstärke liefern. 

Netzsysteme und Laderegler

Es gibt drei verschiedene Netzsysteme für Strom: TN, IT und TT.  Der wichtigste Unterschied der Netzsysteme liegt in der Strommenge, die gleichzeitig an das Auto geliefert werden kann. In Deutschland wird überwiegend das TN-Netz verwendet. 

Wenn du über ein 3-phasiges IT/TT-System verfügst, bestimmt der Laderegler des jeweiligen Fahrzeugs, ob du alle Phasen voll ausnutzen kannst. Derzeit gibt es noch nicht viele dieser Fahrzeuge, die Auswahl verbessert sich aber in letzter Zeit. 

Easee funktioniert trotzdem

Einer der vielen Vorteile des Easee-Laderoboters ist, dass du dir bei der Bestellung keine Gedanken über das verfügbare Netzsystem oder die Phasen-Auslastung machen musst. Unsere Laderoboter werden komplett ausgestattet mit Anschlussklemmen, Software und Sicherheitslösungen für alle Szenarien geliefert. 

Der Laderoboter erkennt automatisch alle relevanten Kriterien des Stromnetzes an deinem Wohnort und wählt auf dieser Basis die für dich optimale Einstellung aus. Diese Einstellung kannst du manuell verändern, wenn dein E-Auto mit einer höheren als der von der Automatik erkannten Stromstärke geladen werden kann. 

Der Laderoboter von Easee erkennt automatisch, an welches Netzsystem und an wie viele Phasen er angeschlossen ist.

Lastmanagement

Immer mehr Haushalte haben zwei Elektroautos und möchten zwei oder sogar noch mehr Autos gleichzeitig aufladen können. Mit Easee kannst du eine solche Lösung ganz einfach realisieren, ohne dass du einen zusätzlichen Anschluss legen musst. Du musst lediglich vom ersten Laderoboter der Anlage ein Kabel zu dem oder den nächsten Laderobotern verlegen und anschließen. 

Wenn bereits ein Auto geladen wird, während Du Nummer zwei startest, wird der Strom gleichmäßig zwischen den Fahrzeugen verteilt. Das geschieht ganz automatisch. Sollte nicht genug Strom zur Verteilung zwischen den Fahrzeugen vorhanden sein, stellt das System das Auto in die Warteschlange, bis ausreichend Strom verfügbar ist.

Easee-Laderoboter sind mit einem Last- und Phasenausgleichssystem sowie dem EaseeLink™-Funksystem ausgestattet, um die schnelle, einfache und problemlose Installation mehrerer Ladestationen im selben Stromkreis zu ermöglichen.

Phasenmanagement

  • Für das Lademanagement zwischen dem Master und den sekundären Einheiten innerhalb eines Stromkreises ist keine zusätzliche Hardware nötig, denn diese Funktion ist in den Laderobotern bereits integriert. Der Gesamtstrom wird zwischen den Einheiten automatisch und dynamisch so aufgeteilt, dass die Kapazitätsgrenze niemals überschritten wird. 
  • Das Lade- und Lastmanagement ist unbeschränkt skalierbar: Pro Stromkreis (Flachbandkabel, Stromschiene) können bis zu 101 Easee Charge-Laderoboter bzw. 3 Easee Home-Laderoboter betrieben werden; die Anzahl der Stromkreise pro Standort ist unlimitiert.  
  • Dank integriertem dynamischen Phasenausgleich können bis zu 3mal mehr Autos gleichzeitig geladen und Schieflasten im Netz verhindert werden.  
    Beispiel: Werden an einem 63A Flachbandkabel zehn 3-phasig angeschlossene Autos geladen, fällt bei anderen Systemen das 11. Auto in eine Warteschleife. Bei Easee wird in diesem Fall ein 3-phasig ladendes Auto auf 1-phasig laden gestuft, damit das 11. Auto ebenfalls sofort laden kann. 
  • Das Drehen der Phasen ist beim Easee Laderoboter nicht nötig, das geschieht automatisch.  
    Beispiel: Laden drei 1-phasige Autos an einem 16A-Anschluss mit drei Easee Home-Laderobotern, werden die Autos am 2. und 3. Laderoboter automatisch auf die Phase 2 bzw. 3 geschoben, damit sie jeweils die volle Stromstärke von 16A bekommen. 
  • Für das Lade- und Lastmanagement entstehen keine laufenden Kosten. 
  • Lastausgleich mit der Immobilie: Mit dem Easee Equalizer kann einfach ein dynamisches Lade- und Lastmanagement (Echtzeit und offline) realisiert werden. 
  • Das Lade- sowie auch das Lastmanagement verfügen über einen dynamischen Phasenausgleich mit dem Equalizer. 
    Beispiel: Wird im Gebäude die Phase 1 stark belastet, regelt der Equalizer ausschließlich diese Phase für die vorhandene Ladeinfrastruktur herunter. 
  • Sicherungs-Lastausgleich: Das Easee System kann Flachbandkabel hinter der gleichen Sicherung miteinander ausgleichen. Hat man also eine 100A-Sicherung und zwei Flachbandkabel, müssen die Flachbandkabel nicht auf je 50A beschränkt werden, dieser Ausgleich passiert automatisch durch den Equalizer. Laden also nur Autos an einem der beiden Flachbandkabel, stehen in diesem Fall bis zu 80A statt nur 50A zur Verfügung – die Energie kann so viel besser genutzt werden.